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Rezepte

Keine Grillparty ohne selbstgemachte BBQ-Sauce und gegrillte Nektarinen

Bei diesem tollen Sommerwetter verbringen wir den Abend gerne mit Freunden im Garten. Wenn wir uns zum Essen treffen, feuern wir oft unseren Grill an und machen eine spontane Grillparty. Was gegrillt wird entscheiden die persönlichen Vorlieben: Mein Mann und seine Kumpels lieben Steak, bei meinen Mädels gibt es oft marinierten Käse oder Gemüsespiese. Was bei allen gut ankommt, ist unsere selbstgemachte Barbecue-Sauce und unser Lieblingsgrilldessert – Nektarinen mit Ziegenkäse, Waldhonig und Thymian. Zwei echte Allrounder, sowohl für die Fleisch- als auch die Gemüsefraktion. 🙂 Die beiden Rezepte möchte ich deshalb mit euch teilen.

BBQ-Sauce selbst machen

Ich mache unsere Grillsauce selbst, da in gekauften Grillsaucen jede Menge raffinierten Zucker enthalten ist. Das finde ich unnötig. Natürlich braucht eine gute BBQ-Sauce ein kleines bisschen Süße, die bekommt man aber auch ohne weißen Zucker hin. Ich habe einen dunklen Waldhonig verwendet, der nicht nur Süße sondern auch ein tolles Aroma bringt. Für eine feste Konsistenz der Sauce muss man etwas Zeit mitbringen. Ich mache die Sauce meistens während eines Fernsehabends nebenher, da man wirklich nicht die ganze Zeit neben dem Herd stehen bleiben muss. Wenn alle Zutaten im Topf oder in der Pfanne sind reicht gelegentliches Umrühren vollkommen aus. Wer ungeduldig ist oder nicht die Zeit zum einkochen lassen mitbringt, kann auch mit einem Bindemittel wie Agar-Agar nachhelfen. Außerdem hat die Wahl der Tomatensorte einen Einfluss auf die Konsistenz bzw. die Dauer des Einkochens. Ich empfehle unbedingt Fleischtomaten zu verwenden, da diese weniger Flüssigkeit enthalten, die dann wieder eingekocht werden muss. Ich verwende für dieses Rezept gerne Ochsenherztomaten.

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Um ein tolles rauchiges Aroma hinzubekommen, würze ich die BBQ-Sauce mit geräuchertem Paprikapulver. Außerdem verwende ich etwas Bourbon-Whiskey zum Ablöschen der angedünsteten Schalotten. Während der Alkohol des Whiskeys schnell verdampft, bleibt der Geschmack erhalten und rundet den rauchigen Geschmack des Paprikapulvers später in der fertigen Sauce toll ab. Du kannst auf diese Zutat aber auch verzichten und gleich die Tomaten zu den angedünsteten Schalotten geben.

Unser Grillabend

Die letzten Tage ist es ja wirklich unendlich heiß und so haben wir uns eine ganze Weile überlegt, ob wir wirklich den Grill anwerfen wollen. Aber dann haben wir ihn etwas zur Seite gestellt, sodass die Wärme nicht zum Tisch zieht und hatten einen tollen Abend. Es ist wirklich schön an so lauen Sommerabenden wie gerade draußen zusammen zu sitzen, gut zu essen, zu reden und es sich gut gehen zu lassen.

Bei uns gab es heute Thunfischsteaks und Rindersteaks. Während ich die Rindersteaks bereits am Vortrag mit Kräutern und etwas Öl mariniert habe, ist beim Thunfisch eine Stunde Marinierzeit ideal. Ich habe eine Marinade aus Sojasauce, Limettensaft, etwas Honig, Meersalz und Pfeffer angerührt. Thunfischsteaks schmecken aber auch pur sehr lecker, also ganz ohne Marinade. Ich träufle dann nach dem Grillen etwas Limettensaft darüber und würze mit Salz und Pfeffer. Sehr gerne mag ich auch die Kombination mit Sesam. Dafür habe ich nach dem Grillen das Thunfischsteak in geröstetem Sesam gewendet. Unendlich lecker.

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Sowohl beim Rinder- als auch beim Thunfischsteak ist die Qualität sehr wichtig. Der Thunfisch sollte eine tiefrote Farbe haben und richtig frisch sein, also nicht nach Fisch riechen. Am Besten ist es, den Thunfisch in Sushi- oder Sashimi-Qualität zu kaufen. Beim Rindersteak gibt es je nach Geschmack verschiedene Zuschnitte. Wir mögen besonders Zuschnitte aus dem Roastbeef wie Rumpsteak / Striploin und T-Bone-Steaks. Wichtig ist, dass das Fleisch gut abgehangen ist. Außerdem achten wir auf die Herkunft des Fleisches: Vom Bauer vor Ort oder in Bio-Qualität von der regionalen Erzeugergemeinschaft.

Die Zubereitung beider Steaks ist recht ähnlich: Die Steaks sollten etwa 2,5 cm dick geschnitten sein, sodass sie auf dem Grill nicht zu schnell gar und trocken werden. Deshalb ist es auch wichtig, die Zeit im Auge zu behalten. Damit die Steaks innen noch leicht rosa sind (medium), sollten sie bei direkter starker Hitze von beiden Seiten etwa 3 – 4 Minuten angebraten werden. Nach meinem Geschmack werden die Steaks noch besser, wenn sie für 2-3 Minuten von jeder Seite über direkter Hitze gebraten werden und anschließend für ein bis zwei Minuten auf jeder Seite bei indirekter Hitze grillen.

Unser Grilldessert

Wie ich in der Einleitung schon verraten habe, gab es bei uns heute Abend gegrillte Nektarinen mit Ziegenfrischkäse, Waldhonig und Thymian. Eine unendlich leckere Kombi! Wir haben Ziegenfrischkäse zum ersten Mal während unseres Urlaubs in der Provence als Dessert gegessen – vermischt mit etwas Salz und Honig. Seither sind wir große Fans von Ziegenkäse, insbesondere von Desserts mit Ziegenfrischkäse. Wer sich diese Kombination nicht vorstellen kann, sollte dennoch unbedingt mal probieren.

Zutaten: 4 Nektarinen, 100g Ziegenfrischkäse, Waldhonig, frischer Thymian

Die Zubereitung ist total einfach und schnell: Wir waschen und halbieren die Nektarinen. Der Kern kann mit einem Teelöffel vorsichtig herausgelößt werden. Damit die Nektarinen auf dem Grill besser stehen, kann die Rundung unten an abgeschnitten werden. Dann vermengen wir den Ziegenfrischkäse mit einem Teelöffel Honig und befüllen die Nektarinenhälften damit. Anschließend etwas Thymian darauf geben und mit etwas Honig beträufeln. Die Nektarinen bei indirekter Hitze für etwa 10 Minuten grillen.

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Passend zur Grillsaison hat ofen.de eine Blogparade zum Thema Keine Grillparty ohne… ausgerufen, an der ich mit diesem Beitrag teilnehme.

 

Die BBQ-Sauce

Barbecue-Sauce

Ingredients

  • 1 kg Fleischtomaten z.B. Ochsenherztomaten
  • 50 g Bio-Tomatenmark (ohne Zusatzstoffe)
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Bourbon-Whiskey
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Balsamico
  • 1 EL frischer Zitronensaft
  • 2 TL Waldhonig
  • 3 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Chili
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1/2 TL Meersalz
  • etwas Olivenöl

Instructions

  • Die Schalotte und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Mit dem Olivenöl auf kleiner Hitze glasig dünsten.
  • Dann das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitdünsten. Anschließend mit dem Whiskey ablöschen und 10 Minuten leise köcheln lassen.
  • In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und zugeben.
  • Anschließend die weiteren Zutaten unterrühren.
  • Nun alles leise köcheln lassen und gelegentlich umrühren, sodass die Flüssigkeit verdampft und eine Sauce entsteht.
  • Wer möchte kann die Sauce mit einem Pürierstab durchmixen. Ich mag die Sauce gerne stückig und habe darauf verzichtet.
  • Die Sauce heiß in sterilisierte Gläser oder Flaschen füllen, verschließen und kurz umdrehen.

Ich wünsche euch einen schönen Grillabend und guten Appetit!

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